Rechtliche und technische Klarstellungen

Definitionen und Haftungsausschluss

Was versteht Alpine Process Engineering unter „Schüttgut“?

Unter Schüttgut fallen alle rieselfähigen, granularen oder pulverförmigen Materialien, die in industriellen Prozessen gefördert, dosiert oder gelagert werden. Dazu zählen unter anderem Zementklinker, Kalkstein, Quarzsand, Feldspat, Gips, Kohle, Erze sowie sekundäre Rohstoffe wie Recyclinggranulate. Nicht als Schüttgut gelten Flüssigkeiten, Gase oder stückige Güter mit einer Korngröße über 300 mm, sofern keine Sondervereinbarung getroffen wurde.

Gelten die angegebenen Förderleistungen unter allen Betriebsbedingungen?

Die in Projektbeschreibungen und Angeboten genannten Förderleistungen beziehen sich auf Nennbedingungen: gleichmäßige Materialzufuhr, definierte Korngrößenverteilung, Umgebungstemperatur zwischen −10 °C und +40 °C sowie eine relative Luftfeuchtigkeit unter 85 %. Abweichungen durch Materialanhaftungen, Verschleiß oder ungleichmäßige Beschickung können die tatsächliche Durchsatzrate beeinflussen. Alpine Process Engineering übernimmt keine Haftung für Leistungsminderungen, die auf nicht vertraglich vereinbarte Betriebsparameter zurückzuführen sind.

Welche Gewährleistung gilt für die installierten Anlagen?

Die gesetzliche Gewährleistung beträgt 24 Monate ab Übergabe der Anlage. Sie umfasst Mängel, die auf Material- oder Konstruktionsfehler zurückgehen. Ausgeschlossen sind Schäden durch unsachgemäße Bedienung, mangelnde Wartung, natürlichen Verschleiß (z. B. Abrieb von Fördergurten, Lagerschäden) sowie Eingriffe durch nicht autorisiertes Personal. Eine Verlängerung der Gewährleistung auf bis zu 36 Monate kann gegen Aufpreis vereinbart werden.

Sind die Referenzprojekte öffentlich einsehbar?

Die auf dieser Plattform vorgestellten Projekte (z. B. Zementwerk Leoben, Donauhafen Krems) sind mit Zustimmung der jeweiligen Auftraggeber veröffentlicht. Detaillierte technische Zeichnungen, Steuerungslogiken oder vertragliche Konditionen werden aus Gründen der Vertraulichkeit nicht offengelegt. Interessenten erhalten nach Unterzeichnung einer Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) weiterführende Unterlagen.

Wie werden Änderungen an bestehenden Anlagen behandelt?

Nachträgliche Umbauten oder Erweiterungen durch Dritte können die Funktion und Sicherheit der ursprünglichen Anlage beeinträchtigen. Alpine Process Engineering übernimmt keine Verantwortung für Schäden, die aus nicht abgestimmten Modifikationen resultieren. Für jede Anpassung empfehlen wir eine vorherige technische Prüfung durch unser Ingenieurteam – die Kosten hierfür werden im Einzelfall kalkuliert.

Vom Bedarf zur fertigen Förderlinie

Unser bewährter Prozess für industrielle Schüttgutprojekte – von der ersten Anfrage bis zur Inbetriebnahme.

1. Bedarfsanalyse

Gemeinsam erfassen wir Ihre Förderaufgabe, Materialeigenschaften und räumlichen Gegebenheiten vor Ort.

2. Konzeptplanung

Wir skizzieren das Layout der Anlage, wählen Komponenten und berechnen die erforderliche Antriebsleistung.

3. Detailengineering

Erstellung von Fertigungszeichnungen, Steuerungsschemata und Stücklisten für die Produktion.

4. Fertigung & Montage

Bauteile werden gefertigt, die Anlage vor Ort montiert und mechanisch justiert.

5. Inbetriebnahme

Funktionstests, Lastläufe und Übergabe der Dokumentation an Ihr Betriebsteam.

Systempakete für die Schüttgutlogistik

Vier aufeinander abgestimmte Ausbaustufen für Fördertechnik, Dosierung und Steuerung – vom Einstiegsmodul bis zur vollintegrierten Linie.

Basis

Förderband-Modul 500

Einsträngiges Gurtfördersystem für horizontale Strecken bis 80 m. Inklusive Antriebseinheit 5,5 kW, Spannstation und Gummigurt EP 400/3. Geeignet für Getreide, Sand und feine Granulate. Lieferung inklusive Montageplan und Inbetriebnahmeprotokoll.

Standard

Dosier- und Übergabestation DÜS‑2

Modulare Station mit gravimetrischer Waage (±0,8 % Genauigkeit), integrierter Staubabsaugung und zwei Austragsschnecken. Für den kontinuierlichen Betrieb unter 24/7‑Last ausgelegt. Steuerung über SPS mit Profinet‑Schnittstelle.

Profi

Mehrstrang-Förderlinie MF‑1200

Zweisträngiges System mit automatischer Umschaltweiche und Zwischenpuffer. Fördermenge bis 1.200 t/h, geeignet für Kalkstein, Kohle und Klinker. Inklusive zentraler Leitwarte mit Visualisierung des Materialflusses und Fernwartungszugang.

Premium

Vollintegrierte Prozesslinie VPL‑3000

Komplettsystem aus Vorbrecher, Förderbandkaskade, Dosierstation und Verladeeinheit. Durchgängige Steuerung über ein SCADA‑System mit Echtzeit‑Monitoring und Predictive‑Maintenance‑Modul. Auslegung für 3.000 t/h und raue Umgebungsbedingungen.

Technische Kernkompetenzen

Unsere Systeme decken die gesamte Prozesskette der Schüttgutlogistik ab – von der Zuführung über die Dosierung bis zur Verladung. Jede Komponente ist auf Dauerbetrieb und industrielle Maßstäbe ausgelegt.

Übersicht aller Anlagen

Hochleistungsförderbänder

Gurtband- und Kettenförderer für Förderstrecken bis 3 km. Ausgelegt für abrasive Schüttgüter wie Kalkstein, Quarzsand und Erze. Antriebsleistung bis 500 kW, Fördergeschwindigkeit stufenlos regelbar.

Reduziert Ausfallzeiten um bis zu 35 %

Gravimetrische Dosierstationen

Modulare Waagensysteme mit einer Genauigkeit von ±0,3 % des Sollwerts. Geeignet für kontinuierliche und batchweise Zufuhr. Integration in bestehende SPS-Umgebungen über Profinet oder Modbus.

Einsparung von Rohstoffverlusten in der Mischung

Automatisierte Verladebrücken

Schienengebundene Systeme für den Umschlag von Industriemineralien auf Lkw, Bahn oder Binnenschiff. Umschlagleistung bis 1.200 t/h. Inklusive Staubabsaugung und Wiegeeinrichtung.

Senkt die Verladezeit pro Charge um 50 %

Zentrale Leitwarte & Steuerung

Visualisierung und Steuerung des gesamten Materialflusses in Echtzeit. Alarmmanagement, Trendaufzeichnung und Fernzugriff. Anbindung an übergeordnete ERP-Systeme möglich.

Erhöht die Anlagentransparenz und Reaktionsfähigkeit

Staubabsaugung & Emissionskontrolle

Maßgeschneiderte Filter- und Absaugsysteme für Übergabestationen, Silos und Brecheranlagen. Einhaltung der TA Luft und österreichischen Emissionsgrenzwerte. Wartungsarme Patronenfilter.

Vermeidet Stillstände durch behördliche Auflagen

Verschleißoptimierte Komponenten

Einsatz von Hartguss, Keramikbeschichtungen und verschleißfesten Polymeren an Rinnen, Übergaben und Abstreifern. Verlängert die Standzeit kritischer Bauteile um das 2,5-Fache.

Senkt die jährlichen Wartungskosten nachhaltig

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